Ceylon Lanzenotter

Trimeresurus trigonocephalus (Latreille 1801)

Die Ceylon Lanzenotter war schon immer eine meiner absoluten Lieblingsbaumbewohnern unter den Giftschlangen. Durch ihr attraktives aussehen ist diese Art definitiv ein Schmuckstück in der priaten Terrarienhaltung. Die Tiere haben eine hell bis dunkelgrüne Grundfärbung. Auf dem Rücken befindet sich ein schwarzes halbrundes oder gar rundes Muster, dass sich vom Hals bis hin zum Schwanz den gesamten Körper entlang zieht. Das innere der kreisförmigen Flecken ist oft in einem helleren Grünton gefärbt. Arttypisch ist ein kräftiges schwarzes Band vom Auge bis hin zum Halsansatz. Die Kopfform ist breit und dreieckig. Männliche Tiere sind oftmals schön blau gefärbt mit dieser schwarzen Musterung. Die Weibchen sind in der Regel deutlich größer als die Männchen, die Durchschnittsgröße beträgt zwischen 80-100 cm, selten bis 120 cm.

Die Ceylon- oder auch Sri Lanka Lanzenotter ist eine endemische Art, was soviel bedeutet, dass sie nur auf Sri Lanka beheimatet ist. Man findet sie hauptsächlich in feuchtwarmen Regionen mit dichtbewachsenen Büschen und Wäldern.

Diese Art ist tag- und nachtaktiv, in den heißen Sommermonaten verschiebt sie ihre Aktivitätsphase auf den Abend. Zu ihrer bevorzugten Beute zählen Nagetiere geeigneter Größe, sowie Vögel, Echsen und Frösche. Wie alle baumbewohnenden Schlangen besitzt sie einen gut ausgebildeten Greifschwanz, womit sie sich gut festhalten kann und bis zu 2/3 ihrer gesamten Körpergröße nach vorne schnellen kann, um ihr Beutetier zu greifen. Futterfeste und eingewöhnte Tiere stellen in der Regel keine Probleme dar und halten ihr angereichtes Futter beim ersten Versuch fest. Über die Zucht kann ich leider noch nichts erzählen, da meine Tiere noch nicht geschlechtsreif sind.

 

In meinem Bestand halte ich eine Gruppe mit jeweils 2 Pärchen. Da die Männchen erst ein dreiviertel Jahr alt sind und meine Weibchen fast 2 Jahre, halte ich die Männchen einzeln in Aufzuchtbehälter und die Weibchen zusammen. Für die Vergesellschaftung ist ein Terrarium mit den Maßen 120 x 60 x 100 geplant, vielleicht auch etwas höher. Da es keine riesigen und relativ schlanke Schlangen sind, finde ich die Größe des Terrariums völlig akzeptabel. Geplant ist außerdem eine Rückwand zu gestalten, in der ich kleinere Blumentöpfe, wie Bromelien als Beispiel einsetzen kann. Eingerichtet wird das Terrarium insgesamt im tropischem Stil mit vielen Klettermöglichkeiten und im Optimalfall mit echten Pflanzen. Das hat den Vorteil, dass die Luftfeuchtigkeit besser gehalten wird und die Tiere saugen die Wassertropfen von den Blättern auf, die nach dem Sprühen haften bleiben. Was ich persönlich bevorzuge ist das Tränken mit dem Pumpsprüher, da man so eine genaue Kontrolle darüber hat, welche Tiere regelmäßig und ausreichen trinken, um einer Dehydration vorzubeugen, was bei empfindlicheren Arten durchaus schnell passieren kann. Von den Temperaturen halte ich die Tiere zwischen 28 und 32 °C und eine Luftfeuchte von ca 60 – 80 %.

 

Die Ceylon Lanzenotter ist verglichen mit anderen Trimeresurus-Arten recht umgänglich und friedlich. In der Dämmerung und am Abend ist jedoch Vorsicht geboten, da dies die Zeit ist, in der die Tiere im Jagdfieber sind. Wenn man in dieser zeit dass Terrarium öffnet, muss man immer davon ausgehen, dass die Tiere nach einem schnappen. Bisse dieser Art sind für den Menschen potenziell lebensgefährlich einzustufen, da es sich um eine Giftschlange handelt. Sie besitzt ein starkes Hämotoxin.

Neu im Bestand:

 

Bothriopsis bilineata

Parias sumatranus

Trimeresurus insularis "blue"

Bothriechis schlegelii

Crotalus oreganus helleri

 

 

Informationen über diese Giftschlangen erhalten Sie unter:

 

SONSTIGE GIFTSCHLANGEN

Bothriopsis bilineata
Parias sumatranus
Trimeresurus insularis "blue"
Crotalus oreganus helleri
Bothriechis schlegelii