Augenfleck - Sandrasselotter

Echis ocellatus (STEMMLER, 1970)

 

Die Augenfleck-, oder auch westafrikanische Sandrasselotter (Echis ocellatus) hat es mir persönlich durch ihr farbenfrohes Aussehen besonders angetan. Die Grundfarbe variiert zwischen hellem cremebraun, hellbraun bis zum helleren rostbraun. Der Rückenstreifen ist dunkelbraun bis kastanienbraun gefärbt und mit ungleichmäßigen hellen kreisähnlichen  Flecken verziehrt. Die hellen Rückenflecken sind beidseitig an den Flanken durch einen weiteren weißlich hellen Fleck miteinander verbunden, der ganz oder teilweise ganz mit dunklem braun bis schwarz umrandet ist. Diese Flecken wiederum sind mit einem hellen braun bis roströtlichen streifen verbunden, der sich dem ganzen Körper entlang zieht und zur Bauchseite hin immer heller wird. Die Schwanzspitze ist deutlich runder verglichen mit ihren Verwandten und auch die Schnauze ist etwas kürzer.  

Deutlich zu erkennen ist oftmals ein großer dunkelbrauner Fleck unter dem Auge der Tiere, wodurch diese hochgiftige Schlange vermutlich ihren Trivialnamen "Augenfleck"-Sandrasselotter bekam. 

Echis ocellatus ist leider bis heute kaum beschrieben und man findet leider auch wenig brauchbare Informationen über diese Art. Deswegen ist es mir besonders wichtig, die Haltung, sowie die vorhandenen Informationen über die Lebensweise und Herkunft bis zur natürlichen Nahrung preiszugeben. 

 

Zu finden ist diese eher kleinere Sandrasselotterart in Nigeria, Mauretanien bis hin zu Kamerun. Dort beheimatet sie ebenfalls eher trockene Gebiete wie Buschlandschaften und felsige Regionen. Ihre Aktivitätsphase beginnt eher in der Nacht und am Tag lebt sie lieber zurückgezogen und versteckt. Mein Pärchen sehe ich tagsüber fast nie außerhalb ihrer angebotenen Versteckmöglichkeiten.

 

Temperaturen am Tag zwischen 28-32°C, im Hochsommer bis 35°C, sowie eine Nachtabsenkung bis ca 20-24 °C wird von dieser Art bevorzugt. Auch diese Art bekommt von mir eine UV-Quelle angeboten. 

 

Zu ihrer natürlichen Beute gehören kleine Nagetiere, Echsen, Amphibien und sogar Skorpione und Hundertfüßer. 

 

Eine kurze Überwinterungist für das Wohlbefinden der Tiere förderlich und kann zwischen Oktober-Dezember stattfinden bei Temperaturen zwischen 18-20 °C. 

Nach der Winterruhe kann man versuchen die Tiere miteinander zuverpaaren. Die Weibchen sind eierlegend und die Anzahl des Geleges variiert zwischen 6-22 Eier. Über die Tragezeit sowie Inkubationszeit ab der Eiablage bis zum Schlupf ist mir leider nichts bekannt. 

 

Die maximale Größe dieser kleinen Giftschlange beträgt ungefähr 50-60 cm. Trotz ihrer geringen Größe ist sie wie ihre Verwandten auch für den Menschen extrem giftig und ohne jede Hilfe durch medizinische Versorgung tödlich! Meine Tiere verhalten sich bei der kleinsten Störung recht angespannt und nervös. Es ist noch nie vorgekommen, dass sie nach mir geschnappt haben, aber sie warnen deutlich durch das zusammenreiben ihrer Schuppen. Deswegen ist beim Umgang dieser Art extreme Vorsicht geboten.

DANK EINIGER FREUNDE, DIE IM UND UMS GEBIET DIESER KLAPPERSCHLANGEN LEBEN, IST ES MIR MÖGLICH EINIGE TIERE MIT FUNDORTEN ZU ZEIGEN. ICH BEDANKE MICH HIERÜBER NOCHMAL RECHT HERZLICH BEI DEN MENSCHEN; DIE MICH UNTERSTÜTZEN UND MIR EINE GENAUESTE BESCHREIBUNG DIESER GATTUNG ERMÖGLICHEN:

Chihuahua
Santa Rita Mountains, Arizona