Mein Herz gehört den Reptilien

 

Schon im Kindesalter waren Barbies und Puppen völlig uninteressant und meine Lieblingsspielsachen waren Dinosaurier oder Krokodilfiguren. Reptilien, ganz besonders Schlangen haben mich schon immer fasziniert. Es sind einfach zweifelsohne wunderschöne und anmutige Tiere. Unter ihnen existieren nicht nur harmlose und ungefährliche Arten, sondern auch gefährliche und tödlich giftige Arten, die den Tod bringen können. Meinen ersten Kontakt mit einem Königspython (Python regius) hatte ich im Jahr 2003 und ab diesen Moment wusste ich, dass ich auch Schlangen halten möchte. Begonnen hatte ich ebenfalls mit Königspythons (Python regius), gesteigert wurde das ganze ein halbes Jahr später mit einer Rotschwanzboa (Boa constrictor constrictor) und einem Albino Tigerpython (Python molurus bivittatus), den ich aus schlechter Haltung bei mir aufnahm.

 

Das ich heute Giftschlangen habe war so an sich nicht geplant (was läuft schon nach Plan?). Ich habe Dank meiner Ausbildung in einem Reptilienzoo als Zootierpflegerin und einer halbjährigen Tätigkeit in einem Schweizer Gifttierzoo viele wertvolle Erfahrungen gesammelt. Dank einiger Freunde und Züchter, die mich bei meinen Interessen unterstützt haben, konnte ich ebenfalls wichtige Dinge erlernen, worüber ich sehr dankbar bin.

Beruflich, sowie privat arbeite ich schon seit über 10 Jahren mit verschiedenen Reptilien und kann mir nichts schöneres vorstellen.

 

Wer sich für die Haltung von Giftschlangen, oder verallgemeinert für ein giftiges Tier entscheidet sollte sich von vorne rein bewusst sein, welche Folgen ein Bissunfall haben kann - und ja, es ist niemals ausgeschlossen, dass auch wirklich niemals etwas passiert! Außerdem sollte man den Respekt nie verlieren und nicht leichtfertig, sondern immer wachsam und mit Verstand an die Tiere herangehen. Man muss sich bewusst sein, dass man die Tiere auch situationsbedingt trennen muss, sie von Häutungsresten befreien muss, Jungtiere zwangsernähren, die nicht selbstständig fressen wollen, medizinische Behandlungen mit Hilfe des Tierarztes durchführen um ein paar Beispiele zu nennen. Wer sich solche Dinge nicht zutraut und diese Tiere nur hält um seinen "Beliebtheitspegel" zu erhöhen, der sollte es lieber ganz lassen.

 

Die Haltung gefährlicher Tiere erfordert nun mal mehr und sollte nicht als Angeberei betrieben werden!

Sie verlangt ihrem Pfleger alles ab und jeder auch noch so kleine Fehler kann mit dem Tod bestraft werden!

 

 

 

Juvenile Crotalus molossus nigrescens verspeist eine Maus. Das Gift tötet die Beute innerhalb weniger Sekunden. Die Giftzähne sind sehr lang und beweglich und funktionieren wie eine Injektionsnadel.

 

 

 

Das Gift der mexikanischen Schwarzschwanz-Klapperschlange (Crotalus molossus nigrescens) kann grundsätzlich auch für den menschen tödlich sein!